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Siebtes Becken im Täle genehmigt

Der Planfeststellungsbeschluss für den Damm am Gruppenbach bei Cottenweiler liegt jetzt vor.

Hochwasserschutz am Brüdenbach: Der Damm bei Cottenweiler soll mit viereinhalb Metern eine ähnliche Höhe erreichen wie der vor zehn Jahren bei Unterweissach errichtete. Archivfoto

© Andrea Wahl

Hochwasserschutz am Brüdenbach: Der Damm bei Cottenweiler soll mit viereinhalb Metern eine ähnliche Höhe erreichen wie der vor zehn Jahren bei Unterweissach errichtete. Archivfoto

Von Armin Fechter

WEISSACH IM TAL. Für das Hochwasserrückhaltebecken Gruppenbach vor der Ortslage von Cottenweiler liegt jetzt der Planfeststellungsbeschluss des Landratsamts vor. Damit ist der Bau genehmigt. Es handelt sich um den siebten Damm, den der Zweckverband Hochwasserschutz Weissacher Tal errichtet.

Baubeginn wird allerdings nicht vor Frühjahr 2021 sein, weil die Fördermittel des Landes für das laufende Jahr bereits vergeben sind – aber auf die finanzielle Zuwendung sind die beteiligten Kommunen nach den Worten von Bürgermeister Ian Schölzel angewiesen. Immerhin geht es dabei um 70 Prozent der auf 2,6 Millionen Euro geschätzten Baukosten. Mit dem Planfeststellungsbeschluss könne nun ein weiterer wichtiger Schritt in Sachen Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser angegangen werden.

Vorausgegangen ist ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren – für Schölzel Anlass zur Klage: „Die Verfahren dauern viel zu lang“, sagte er im Weissacher Gemeinderat. „Es war ein sehr langer Prozess, bis es jetzt so weit ist“, bestätigte Jan Hutzenlaub (Weissacher Bürger). Immerhin ist das Büro seit 2006 damit befasst, wie Susanne Wenzel vom Backnanger Ingenieurbüro Frank sagte.

Das Fassungsvermögen beträgt rund 50000 Kubikmeter.

Insgesamt sollen im Weissacher Tal, so rief sie in Erinnerung, zwölf Becken gebaut werden, davon neun überörtlich und drei lokal wirkende. Das Becken bei Cottenweiler werde mit einem Fassungsvolumen von rund 50000 Kubikmetern das drittgrößte im Verbandsgebiet sein, das die Gemeinden Allmersbach im Tal, Auenwald und Weissach im Tal umfasst. Es soll Cottenweiler vor Überschwemmungen schützen und auch zum Schutz von Unterweissach beitragen.

Der Damm wird bis zu viereinhalb Meter hoch und erreicht damit eine ähnliche Höhe wie der am Brüdenbach. Die Pläne sehen vor, dass es sich um einen grünen Damm handeln soll, an dem Schafe weiden können. An einem Durchlassbauwerk mit zwei großen Schiebern wird der Abfluss geregelt, zudem wird auf dem Damm ein Betriebsgebäude mit Holzverschalung errichtet.

Im Zusammenhang mit dem Beckenbau muss der dort verlaufende Kanalsammler verlegt werden. Landschaftsplaner Jochen Roos vom Backnanger Büro Roosplan stellte die Ausgleichsmaßnahmen vor. Eine neue Feldhecke soll angelegt und eine externe Maßnahme an der Weißach beim Aichholzhof vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ökokonto in Anspruch genommen, das von der Renaturierung der Tongrube Blindenreisach her zur Verfügung steht.

Wie Frank Braun vom Büro Frank ergänzte, werden die Auflagen für die Hochwasserrückhaltebecken immer umfangreicher und detaillierter. Die Maßgaben fließen in die Ausschreibung mit ein, die jetzt vorbereitet wird. „Wir können nach dem Zuwendungsbescheid rasch loslegen“, versicherte Braun. Er hofft im Hinblick auf den Zeitpunkt der Ausschreibung auf gute Preise. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt zwei Jahre.

Bürgermeister Schölzel bekräftigte im Gemeinderat: „Es ist eines der ganz wichtigen Becken. Das ist ein weiterer Meilenstein.“ Die ursprünglich als Ausgleichsmaßnahme anvisierte Renaturierung des Heutensbachs wird nach Schölzels Worten nun doch nicht im Zusammenhang mit dem Gruppenbachbecken umgesetzt. Diese Maßnahme werde man aber trotzdem nicht aus dem Auge verlieren, um sie für künftige Ausgleichsbedürfnisse und als zusätzlichen Hochwasserschutz nutzen zu können.

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Erstellt:
15. August 2020, 16:00 Uhr

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