Trend zum Eigenheim verstärkt sich in der Krise erneut

dpa Berlin/Stuttgart. Ungeachtet der Existenzsorgen vieler Menschen in der Corona-Krise hat sich der Trend zum Eigenheim in Deutschland noch einmal verstärkt. So konnten sich die Bausparkassen vor Anfragen nach Baufinanzierungen in diesem Jahr kaum noch retten. Gestützt von einer nochmals gewachsenen Nachfrage nach Wohneigentum und langfristig niedrigen Zinsen, melden sowohl der private als auch der öffentlich-rechtliche Sektor in diesem Bereich deutliche Zuwächse, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Der Chef des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck, sagt, er erwarte bei den ausgezahlten Baugeldern zum Jahresende für die von ihm vertretenden Häuser ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2019. Damit dürfte die Marke von rund 30 Milliarden Euro geknackt werden. Die öffentlich-rechtlichen Landesbausparkassen rechnen mit einem Zuwachs in derselben Größenordnung - im Vorjahr hatten sie ihren Kunden 10,8 Milliarden Euro an Baugeldern ausgeschüttet.

Die neuen Zahlen untermauern die These, dass die Bundesbürger in Krisenzeiten ungeachtet aller Existenzsorgen stärker denn je auf Wohneigentum setzen. Die Baubranche meldet beim Wohnungsbau ein Umsatzwachstum von vier Prozent für 2020.

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Erstellt:
26. Dezember 2020, 09:10 Uhr

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