Urteil im „Doppelmord-Verfahren“ in der Pfalz erwartet

dpa Frankenthal. Vor dem Landgericht in Frankenthal wird heute ein Urteil im sogenannten Doppelmord-Verfahren wegen der Tötung zweier Geschäftsleute aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erwartet. Angeklagt ist eine Frau aus Stuttgart, die die beiden Männer aus dem Rhein-Neckar-Raum 2016/17 in eine Lagerhalle in Mannheim gelockt haben soll. In dem Prozess geht es vor allem um die Frage, ob sie bei der Tötung als Mittäterin gehandelt hat. Das Gericht hatte die Deutsche sowie zwei Männer mit türkischer Staatsbürgerschaft 2018 unter anderem wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Der Haupteingang des Landgerichts in Frankenthal. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Haupteingang des Landgerichts in Frankenthal. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte die Schuldsprüche zwar größtenteils. Den Tatbeitrag der Frau stuften die Richter aber als nicht ausreichend geklärt ein. Sie hoben dieses Urteil teilweise auf und ordneten eine Neuverhandlung an (Az.: 2 Ks 5326 Js 40570/16).

Die Staatsanwaltschaft fordert erneut lebenslange Haft für die Frau. Die Verteidiger der Angeklagten sprechen sich hingegen für höchstens acht Jahre Gefängnis aus.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-117046/2

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Erstellt:
8. April 2021, 03:32 Uhr

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