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Verband: Ohne Staatshilfen hält Handel nicht lange durch

dpa/lsw Stuttgart. Der Handelsverband rechnet angesichts der bevorstehenden Schließung vieler Geschäfte mit „katastrophalen Auswirkungen“ auf den Einzelhandel in Baden-Württemberg. Ohne sofortige umfassende Staatshilfe, die den ausbleibenden Umsatz kompensiert, könnten vor allem kleine und mittelständische Händler einen solchen Zustand nicht lange durchhalten, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann, am Montag. Bund und Länder hatten zuvor beschlossen, dass eine Vielzahl von Geschäften ab sofort geschlossen bleiben soll, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung dienen, sind davon ausgenommen.

Frauen tragen Einkaufstüten in der Innenstadt. Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

Frauen tragen Einkaufstüten in der Innenstadt. Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

Bei den betroffenen Händlern falle der Umsatz komplett weg, die Kosten, vor allem Gehälter und Mieten, liefen aber weiter, sagte Hagmann. „Diese Fixkosten müssen bezahlt werden. Ohne Umsatz wird das schwierig“, sagte Hagmann. Es sei zwar gut, dass die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld nun schon rückwirkend ab dem 1. März gelten sollten. Auch das decke aber nicht alle Kosten. Auch Steuerstundungen oder Krediterleichterungen könnten nicht akut gegen den Totalausfall des Umsatzes helfen. „Wir brauchen jetzt echte Staatshilfe im Einzelhandel. Der Staat muss da Unterstützung leisten“, sagte Hagmann. „Sonst sehe ich schwarz.“

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Erstellt:
17. März 2020, 05:07 Uhr

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