Zecken wieder aktiv: Fälle von FSME nehmen zu

dpa/lsw Stuttgart. Das Landesgesundheitsamt erwartet in den nächsten Wochen mehr Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Mit besserem Wetter im Sommer und daher mehr Aktivitäten im Freien müsse auch mit einer FSME-Zunahme gerechnet werden, teilte die Behörde am Freitag in Stuttgart mit. Bei FSME handelt es sich um eine Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die durch Viren verursacht wird. Diese Viren werden durch Zeckenstiche übertragen.

Eine Zecke läuft über eine Hand. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Eine Zecke läuft über eine Hand. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die Anzahl der FSME-Fälle liege dieses Jahr bisher unter denen der letzten beiden Vorjahre, hieß es. Ausnahme sei der März gewesen. Insgesamt gab es bislang lediglich 15 Meldungen. Wie der weitere Verlauf sei und ob die Zahlen der Vorjahre erreicht würden, lasse sich aktuell noch nicht abschätzen. Die Zecken-Aktivitäten blieben bis in den Herbst hinein bestehen. Im vergangenen Jahr wurden im Südwesten laut Mitteilung 350 FSME-Fälle gemeldet, mehr als doppelt so viele wie 2019 mit 171 Fällen.

Gegen FSME gibt es eine Impfung, nicht jedoch gegen die ebenfalls von Zecken übertragene und in ganz Deutschland verbreitete Borreliose. Die meisten FSME-Infizierten bleiben zwar beschwerdefrei. Aber in schweren Fällen kann diese Viruserkrankung zu einer Gehirnentzündung führen und das Rückenmark schädigen.

© dpa-infocom, dpa:210611-99-954486/2

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Erstellt:
11. Juni 2021, 15:16 Uhr

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