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Zunehmend alte Lehrer bringen Schulen in Nöte

Ruheständler reißen vor allem in ostdeutschen Schulen Lücken

Schönebeck (dpa). Tausende Schulen stehen in den nächsten Jahren vor starken Umbrüchen in ihrem Lehrerkollegium. Weil viele Pädagogen fast zeitgleich die Altersgrenze erreichen, müssen mitunter große Lücken geschlossen werden. Betroffen sind nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes vor allem die ostdeutschen Bundesländer. In Thüringen war im Schuljahr 2017/2018 jeder fünfte Lehrer 60 Jahre oder älter. In Brandenburg lag der Anteil bei 17,6 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 16,1 Prozent sowie in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bei je 15,7 Prozent.

Im bundesweiten Durchschnitt waren 13,1 Prozent der Lehrer 60 Jahre oder älter. Im Westen hält die Bildungsgewerkschaft GEW die Überalterung der Lehrkräfte hingegen für weitgehend überwunden. Beispiel Rheinland-Pfalz: Mit einem Altersdurchschnitt von rund 44 Jahren ­gehören die Lehrer dort zu den jüngsten bundesweit. Das liegt der Gewerkschaft zufolge an unterschiedlichen Einstellungszyklen. Im Westen wurden demnach in den 1970er Jahren besonders viele Lehrer eingestellt. Im Osten erfolgte diese Welle erst in den 1980er Jahren. Nach der Wiedervereinigung wurde dann praktisch kaum noch eingestellt – weil die Schülerzahlen wegen eines Geburtenknicks massiv zurückgingen.

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Erstellt:
23. April 2019, 10:17 Uhr

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